Welche Risiken gibt es bei einer Haartransplantation?

Risiken Haartransplantation

Bei einer Haartransplantation handelt es sich um einen Eingriff, bei dem die eigenen Haare des Patienten in andere Bereiche verpflanzt werden. Neue Haarwurzeln lassen sich beispielsweise in die Kopfhaut oder auch in die Augenbrauen bzw. Barthaare einpflanzen. Allerdings gibt es hierbei auch Risiken, die nicht ignoriert werden sollten. Denn hierbei handelt es sich um eine chirurgische Behandlung, der nur von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden sollte. Welche Risiken es gibt und worauf es zu achten gilt, stellen wir Ihnen nachfolgend genauer vor.

 

Die Haartransplantation – was ist das genau?

Bei der Haartransplantation, die auch als Haarverpflanzung bezeichnet wird, entnimmt der Arzt aus einem Bereich mit gesundem Haarwachstum Haarwurzeln und setzt diese an der gewünschten Stelle ein. Weil diese Haarwurzeln die eigenen des Patienten sind, besteht auch nicht das Risiko einer Allergie oder Unverträglichkeit. Hierbei handelt es sich um eine rein ästhetische Behandlung, der medizinisch nicht nötig ist und für den die Krankenkassen in der Regel auch keine Kosten übernehmen. Ausnahmefälle gibt es allerdings dennoch: Leidet der Patient massiv unter starkem Haarausfall oder ist dieser durch eine Erkrankung, wie zum Beispiel Krebs, bedingt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Kostenübernahme schon etwas höher. Um auf Nummer sicher zu gehen empfiehlt es sich, vor einer Haarverpflanzung bei der Krankenkasse nachzufragen – denn es lohnt sich bereits, wenn die Kosten nur zum Teil übernommen werden. 



 

Eine Eigenhaartransplantation kann bei verschiedenen Leiden helfen, wie beispielsweise bei erblich oder hormonell bedingtem Haarausfall. Auch Haarverlust infolge von Verbrennungen, Unfällen oder Operationen lässt sich so beseitigen. Es lassen sich Geheimratsecken auffüllen oder auch schwindende Haaransätze gut behandeln. 

Doch ganz egal, ob die Operation in Deutschland, der Schweiz, in Österreich oder in anderen Ländern erfolgt – es bestehen trotz aller Routine immer gewisse Risiken, über die man sich im Klaren sein muss. Grundsätzlich sind die Risiken im Vergleich zu anderen ästhetischen Eingriffen zwar verschwindend gering, aber eben dennoch nicht auszuschliessen. Denn es kann infolge einer erfolgreichen Haartransplantation durchaus zu Nebenwirkungen kommen. Bei einem seriösen Arzt bzw. einer guten Klinik wird der Patient stets im Vorfeld darüber aufgeklärt. Falls es tatsächlich einmal zu Nebenwirkungen oder Infektionen kommen sollte, was eher die Ausnahme darstellt, liegt die Ursache in der Regel in einer fehlerhaften Durchführung oder der mangelhaften Berücksichtigung medizinischer oder hygienischer Standards.

 

Haartransplantation Risiken: Warum die Behandlung durch einen Spezialisten so wichtig ist

Eine solide Vorbereitung und ein ausführliches Aufklärungsgespräch sollten vor jeder OP selbstverständlich sein. Versteht der behandelnde Chirurg sein Handwerk und verfügt er über entsprechende Erfahrung, handelt es sich um eine unkomplizierte Behandlungsform, bei der es nur in Ausnahmefällen zu Komplikationen kommen kann. 

So ist es zum Beispiel relativ unwahrscheinlich, dass die verpflanzten Haare anschliessend nicht wachsen bzw. der Körper die Haarfollikel wieder abstösst. Es ist allerdings wichtig, dass die Haarwurzeln nach der Verpflanzung eine gewisse Ruhephase erhalten, in denen sie sich erholen und kräftigen können. Es ist nach einem solchen Eingriff Sorgfalt und Geduld erforderlich, was mit einer entsprechend vorsichtigen Nachsorge verbunden ist. Grundsätzlich ist natürlich kein einziger operativer Eingriff frei von Risiken, jedoch ist eine Haartransplantation in der Regel frei von jeglicher Gefahr, wenn sie korrekt durchgeführt wird.

 

Mögliche Risiken: Schlechtes Ergebnis durch mangelnde Erfahrung

Von der Erfahrung des Chirurgen hängt zu einem Grossteil die Qualität des Ergebnisses bei einer Haartransplantation ab. Ist der Arzt noch sehr unerfahren, kann es zum Beispiel passieren, dass die Haare entgegen der korrekten Wuchsrichtung eingesetzt werden. So ist natürlich auch im Nachhinein noch stets sichtbar, an welchen Stellen die Haarverpflanzung durchgeführt worden ist. Entscheidet man sich für einen Spezialisten mit entsprechender Erfahrung, muss man Risiken wie eine Infektion nicht befürchten. 

Wichtig ist, dass der behandelnde Arzt während der Behandlung die natürliche Wuchsrichtung der Haare berücksichtigt, damit ein besonders authentisches Ergebnis erzielt wird. Weiterhin muss der Chirurg für ein möglichst natürliches Resultat immer die Struktur und Farbe berücksichtigen. Allgemein gilt: Je mehr Erfahrung der Arzt mitbringt, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Komplikationen bei einer Transplantation kommt – und desto besser fällt auch das Endergebnis aus. In der Regel werden rund 90 % der verpflanzten Haare ohne Probleme im neuen Bereich vom Körper angenommen. Bei den restlichen 10 % kann es passieren, dass einzelne Grafts abgestossen werden, was allerdings die Ausnahme darstellen sollte.

 

Komplikationen bei der Haartransplantation – welche sind möglich?

Obgleich die Operation selbst eher unspektakulär verläuft und der Patient nur örtlich betäubt wird, kann es dazu kommen, dass nach der Transplantation Schmerzen auftreten. Hierfür kann der Chirurg dem Patienten allerdings ein Schmerzmittel verabreichen. Nach einer erfolgreich durchgeführten Haarverpflanzung müssen Patienten keine Schmerzen befürchten, es kann allerdings zu einem leichten Spannungsgefühl oder Ziehen kommen. Unter Umständen wachsen einzelne transplantierte Haare nicht im neuen Bereich an und es kommt erneut zu kahlen Stellen. In diesem Fall ist dann eine entsprechende Nachbehandlung erforderlich, um die jeweiligen Stellen wieder aufzufüllen. Im Areal, aus dem die Haare entnommen worden sind, kann es zu einem sogenannten Shock Loss kommen. Dies bezeichnet ein Gewebetrauma im direkt angrenzenden Bereich, welcher erneut zu Haarausfall führen kann. Dieser Effekt hält in jeder Regel aber nur kurzzeitig an und verschwindet nach einigen Tagen oder Wochen wieder.

 

Kann es bei einer Haarverpflanzung zur Bildung von Narben kommen?

Bei veralteten Behandlungsmethoden war die Bildung von Narben nach einer Haarverpflanzung keine Seltenheit. Das ist beispielsweise bei der FUT-Methode häufig der Fall, die allerdings immer weniger angewandt wird. Bei dieser Behandlungsform entnimmt der Chirurg am Hinterkopf einen länglichen Hautstreifen, aus dem er anschliessend die Haarfollikel herauslöst. Diese Narbe kann zwar vom umliegenden Haar überdeckt werden, verbleibt aber dennoch dauerhaft. 

Nicht nur aus diesem Grund haben Mediziner in den vergangenen Jahren die FUE-Methode entwickelt, welche als Weiterentwicklung der FUT-Methode gilt. Der Unterschied ist, dass die einzelnen Haarfollikel direkt aus der Kopfhaut extrahiert werden – das Entnehmen eines ganzen Hautstreifens wird somit überflüssig. Dieses Verfahren vereinfacht die Haarverpflanzung deutlich, zumal sich bei dieser Methode keine Narben bilden. Zwar entstehen auch hier Wunden durch die winzigen Öffnungen, allerdings sind diese so klein, dass sie schnell verheilen. Die aus der Kopfhaut entnommenen Haarwurzeln lassen sich dann umgehend weiterverwenden und werden in der Regel zwischenzeitlich in einer speziellen Nährstofflösung gelagert.

Übrigens: Die Bildung von Narben ist durchaus auch bei einer Wundheilungsstörung nicht ausgeschlossen – wie beispielsweise dann, wenn Bakterien in die Wunde eindringen können. Dann nimmt es eine gewisse Zeit in Anspruch, bis die Wunden wieder vollständig abgeheilt sind und nichts mehr zu sehen sind. Narben können immer gewisse Schmerzen mit sich bringen, jedoch sind die meisten eher klein und unscheinbar.



 

Infektionen und Blutungen – gibt es diese bei einer Haarverpflanzung?

Zwar sind im Zuge einer Haarverpflanzung Schwellungen und Blutungen möglich, allerdings sind diese in der Regel nur von kurzer Dauer. Es kann manchmal unmittelbar nach dem Eingriff zu Schwellungen und um die Augen und die Stirn kommen, jedoch lösen sich diese normalerweise bereits nach wenigen Tagen wieder vollständig auf. Damit die entstandenen Wunden möglichst gut abheilen können, ist es wichtig, dass bei der Operation hygienische Standards eingehalten werden. Rötungen der Haut sind keine Seltenheit, diese sind aber nicht weiter schlimm und lassen für gewöhnlich nach wenigen Stunden wieder nach. Die Gefahr einer Infektion ist im Vergleich zu anderen Eingriffen bei einer Haarverpflanzung relativ gering, weil die Kopfhaut auch deutlich stärker durchblutet wird. Dies reduziert das Infektionsrisiko automatisch – allerdings ist dieses nie ganz auszuschliessen. Arbeitet der Arzt mit unsauberem Operationsbesteck, ist eine Infektion durchaus möglich. Genau deshalb ist es auch so wichtig, den richtigen Arzt bzw. eine gute Klinik mit Sorgfalt auszuwählen.

 

Neue Haare auf dem Kopf: Keine Angst vor einer Nebenwirkung

Wie auch bei den meisten anderen medizinischen Eingriffen sind auch bei einer Haarverpflanzung gewisse Risiken nicht auszuschliessen. Verfügt der Chirurg allerdings über mehrere Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet und führt eine solche Operation mit einer gewissen Routine durch, muss man sich als Patient keine Sorgen um seine Gesundheit machen. Die meisten Chirurgen blicken auf eine gute Erfolgsrate zurück. Egal ob es sich um hormonell oder erblich bedingten Haarausfall handelt – den richtigen Arzt auszuwählen erfordert etwas Zeit und Geduld. Denn eine erfolgreiche Haarverpflanzung fängt nicht erst mit der Entnahme der Haarfollikel an, sondern beginnt schon bei einer umfassenden Beratung und der Aufklärung über mögliche Haartransplantation Risiken. 

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Die wichtigsten Fragen zu den Risiken einer Haartransplantation

Wie gefährlich ist eine Haartransplantation?

Die Risiken einer modernen Haartransplantation halten sich bei den heutigen Methoden stark in Grenzen. Vereinzelt kann es zwar zu Infektionen oder Verkrustungen auf der Kopfhaut kommen, diese heilen jedoch in der Regel schnell ab.

Wie schmerzhaft ist eine Haartransplantation?

Vor der Behandlung erhält der Patient eine örtliche Betäubung, so dass er während der Haartransplantation nichts spürt. Nach dem Eingriff kommt es mitunter zu einem Spannungsgefühl oder leichten Schmerzen auf der Kopfhaut, diese sind aber meist nur von kurzer Dauer.

Ist eine Haartransplantation dauerhaft?

Eine Haartransplantation ist eine Operation mit dauerhaftem Ergebnis und soll für den Patienten langfristig dichtes Haar mit sich bringen. Es kommt allerdings vor, dass einzelne Haare zwischenzeitlich abgestossen werden, dies fällt jedoch normalerweise nicht weiter ins Gewicht.

Kann eine Haartransplantation schief gehen?

Die Operation ist unkompliziert, sicher und zuverlässig – und dank der modernen Behandlungsmethoden meist auch noch schmerzfrei. Allerdings gibt es Fälle, wo es zu Infektionen kam oder zu einem ungewünschten Ergebnis. Hier ist die Auswahl des richtigen Arztes wichtig.