PRP Behandlung bei Haarausfall

PRP-Haarausfall

Wer unter starkem Haarausfall leidet, kann mit der PRP Therapie eine deutliche Besserung erzielen. Ganz egal, ob es sich um hormonell bedingten Haarausfall oder auch um genetische Veranlagung handelt, für die meisten Patienten bedeutet eine solche Behandlung eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Hierbei handelt es sich um eine Therapieform, bei der dem Patienten Blut abgenommen wird, welches der Arzt anschliessend so aufbereitet, dass es die Haarwurzeln mit essenziellen Nährstoffen versorgen kann. Worauf es bei der PRP Therapie ankommt und wie man den richtigen Arzt bzw. die passende Klinik findet, stellen wir Ihnen nachfolgend genauer vor.

Die PRP-Behandlung – wie sie genau funktioniert

Eine PRP-Eigenbluttherapie kann in verschiedenen medizinischen Bereichen zum Einsatz kommen. Im Bereich der Haarmedizin hat sie eine positive Wirkung auf das Wachstum der Haare auf dem Kopf, gleichzeitig wirkt sie sich stärkend auf die Haarwurzel-Regeneration und die Dichte aus. Die PRP-Haarwurzeltherapie stützt sich auf das Wissen, dass die Haarwurzeln essenzielle Nährstoffe benötigen, um gesunde Haare hervorbringen zu können.

 Die Abkürzung PRP steht dabei für “platelet rich plasma“, auf Deutsch bedeutet dies so viel wie thrombozytenreiches Blutplasma. Die PRP Therapie kann sowohl als einzelner Eingriff als auch in Kombination mit weiteren Behandlungsformen erfolgen.



Allgemein stellt die PRP Therapie eine Behandlungsmethode dar, bei dem der Arzt aus dem Blut des Patienten wertvolles thrombozytenreiches Plasma herstellt, um damit Haarverlust nachhaltig zu bekämpfen. Das Plasma wird dabei direkt in die Kopfhaut des Patienten injiziert – genau in jene Bereiche, in denen der Haarverlust bereits vorangeschritten ist. Das PRP kann die Haarwurzeln nachhaltig stärken und die Regeneration der einzelnen Zellen fördern. Darüber hinaus stärken die im Blutplasma vorhandenen Proteine, Nährstoffe und Vitamine das Wachstum der Haare. Oft wird diese Methode in Verbindung mit einer Haartransplantation angeboten, damit der Erfolg noch zusätzlich optimiert wird. 

Schon vor einigen Jahren fand die Eigenblutbehandlung auch in anderen Bereichen der plastischen Chirurgie Verwendung: So kommt sie unter anderem beim bekannten Vampir-Lifting aus Hollywood zum Einsatz, das eine der modernsten Behandlungsarten zur Faltenbekämpfung darstellt und die Haut nachhaltig jünger wirken lässt.

PRP-Haartransplantation

Wie ist der Ablauf einer PRP Therapie?

Grundsätzlich wird eine Eigenbluttherapie gegen Haarverlust, manchmal sogar unter örtlicher Betäubung, ambulant durchgeführt. Im Durchschnitt dauert der Eingriff nur ein bis zwei Stunden. Ob und in welchem Umfang eine Betäubung erforderlich ist, hängt vom Schmerzempfinden des Patienten ab. Ehe der Eingriff erfolgt, nimmt der Arzt dem Patienten Blut ab und bereitet dieses so auf, dass daraus Blutplasma entsteht. Dieses ist reich an Thrombozyten, den Blutplättchen mit wertvollen Inhaltsstoffen. Weiterhin können dem Plasma bestimmte Medikamente hinzugefügt werden, um das Behandlungsergebnis noch zu optimieren. Anschliessend injiziert der Arzt das PRP in die Haut auf dem Kopf des Patienten, was mit Hilfe einer feinen Nadel geschieht. Dieser Eingriff ist in der Regel schmerzfrei für den Patienten. 



Schon wenige Wochen nach dem Eingriff können die ersten Ergebnisse sichtbar werden. Bis das endgültige Resultat erreicht ist, können allerdings mehrere Sitzungen erforderlich sein. In der Regel sind es zwischen zwei und vier Behandlungen, die im Abstand einiger Wochen durchgeführt werden. 

Falls gewünscht, kann die PRP-Therapie auch in Kombination mit einer Haarverpflanzung erfolgen. Während die Therapie mit dem Blut des Patienten in einem frühen Stadium des Haarverlusts schon zu guten Erfolgen führen kann, ist eine Transplantation in der Regel oft die einzig sinnvolle Lösung, um fortgeschrittenen Haarausfall aufzuhalten.

Wird das Eigenblut in bestimmten Abständen nach einer Transplantation in die jeweiligen Bereiche auf der Kopfhaut injiziert, unterstützt dieses das Haarwachstum und optimiert zudem das Ergebnis der Haarverpflanzung. Insgesamt wird zudem die Blutzirkulation in den jeweiligen Arealen verbessert, so dass sich die Haarwurzeln sehr gut regenerieren können und ein künftig dichteres Wachstum erfolgen kann. 

Bei einer Haarwurzeltherapie mit PRP handelt es sich prinzipiell nicht um eine sonderlich aufwändige Methode: Zunächst entnimmt der Chirurg eine geringe Menge an Blut aus der Armvene, so wie es auch beim Hausarzt der Fall ist. Dieses Blut arbeitet der Arzt anschliessend in einem speziellen Zentrifugationsverfahren so auf, dass er das nährstoffreiche PRP isolieren kann. Die Zentrifugalkraft sorgt dafür, das reine Plasma des Blutes von allen weiteren Inhaltsstoffen zu trennen. Schon nach etwa zehn Minuten kann das hergestellte Plasma direkt zur Injektion weiterverarbeitet werden. Der Arzt setzt nun feinste Mikronadeln für die Injektion in die Haut auf dem Kopf ein – das Plasma spitzt er hierbei zielgenau an die Haarwurzel, so dass diese optimal von den Inhaltsstoffen profitieren kann. Eine Möglichkeit ist die Verabreichung des PRP in seiner reinen Form, eine andere Lösung die Anreicherung durch bestimmte medikamentöse Wirkstoffe wie beispielsweise Minoxidil.

Wann ist ein Patient für die Durchführung einer PRP-Therapie geeignet?

Eine Therapie mit Eigenblut gegen Haarverlust eignet sich im Grunde für die meisten Menschen, bei denen der Haarverlust gerade erst eingesetzt hat. Weil bei der Therapie ausschliesslich das Blut des Patienten zum Einsatz kommt, kann es auch nicht zu Allergien durch Unverträglichkeiten kommen. Trotzdem gilt es darauf zu achten, dass die Kopfhaut gesund ist und es keinerlei Entzündungen oder Verletzungen gibt. Sollten eine Autoimmunerkrankung oder Schwangerschaft vorliegen, ist von einer solchen Therapie abzusehen. 

In Fällen, in denen der Haarverlust schon stark vorangeschritten ist, genügt eine Therapie mit PRP in der Regel nicht mehr, um das Haarwachstum wieder in Schwung zu bringen. Dann ist eine Haarverpflanzung die sinnvollste Lösung. Diese kann aber durchaus mit der PRP-Behandlung kombiniert werden, um einen optimalen Erfolg zu erzielen.



Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei einer Eigenbluttherapie?

Grundsätzlich ist nicht mit nennenswerten Risiken bei einer PRP-Therapie zu rechnen, weil der Arzt ausschliesslich mit körpereigenen Substanzen des Patienten arbeitet. Allerdings kann es nach dem Eingriff durchaus zu leichten Infektionen, Hämatomen oder Hautirritationen kommen, die jedoch normalerweise innerhalb weniger Tage oder Wochen abklingen. Die Haut wird für die Therapie zwar an vielen Stellen von feinen Nadelstichen durchstochen, allerdings muss der Patient keine Angst vor Schmerzen haben. 

Berücksichtigt werden muss darüber hinaus, dass diese Behandlung nicht bei allen Patienten dieselben Erfolge mit sich bringt. In einigen Fällen passiert es, dass die Therapie nach einer Sitzung nicht direkt anschlägt und eine mehrfache Wiederholung erforderlich ist, bis das gewünschte Resultat erreicht ist. Es kommt aber auch vor, dass man bereits nach einer einzigen Sitzung ein optimales Ergebnis erhält, mit dem man rundum zufrieden ist.



Welche Vorteile bringt die Behandlungsmethode mit PRP mit sich?

Kurzum: Eine Therapie gegen androgenetische Alopezie bzw. diffusem Haarausfall ist kein Wundermittel gegen Anti-Aging. Beginnender Haarverlust, kahle Areale auf der Haut oder fliehende Haaransätze sind jedoch vor allem für junge Menschen oft ein optisches Problem. Wenn dieses Problem bereits in den ersten Jahren bekämpft wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich der Haarverlust stoppen lässt. Die PRP-Methode stellt eine sichere und bewährte Behandlungsform gegen den Haarverlust dar. Das plättchenreiche Plasma versorgt die Haut auf dem Kopf mit essenziellen Nährstoffen, welche das Haarwachstum nachhaltig fördern. Ältere, schwache Haarfollikel werden auf diesem Wege nachhaltig gestärkt und die Regeneration der Zellen wird angeregt. Langfristig lässt sich auf diesem Wege der weitere Haarverlust aufhalten und die Haare wirken wieder dichter und voller. 

Zu einem der grössten Vorteile der Behandlungsform mit PRP gehört, dass es sich dabei um eine besonders einfache Therapie handelt, die in kurzer Zeit abgeschlossen ist. Es handelt sich um ein sogenanntes minimal-invasives Verfahren, für das nur eine normale Blutabnahme und eine Infektion mittels einer feinen Nadel erforderlich sind. Auf diese Weise kommt es nicht zur Narbenbildung und auch die Behandlung ist vollkommen schmerzfrei. Bereits nach ein bis zwei Stunden ist der Patient wieder voll gesellschaftsfähig und kann seinem Alltag wie zuvor nachgehen.



Wie viel kostet der Eingriff an der Haarwurzel mit PRP?

Je nach Umfang und Dauer des Eingriffs variieren die Preise zwischen 500 und 1.000 CHF je Sitzung. Normalerweise ist eine weitere Folgebehandlung erforderlich, in einigen Fällen sogar zwei. So kann es zu Kosten von bis zu 3.000 CHF kommen. Leider handelt es sich dabei um einen rein ästhetischen Eingriff, so dass die Krankenkassen hierfür keine Kosten übernehmen. Es gibt allerdings gewisse Ausnahmen: Patienten, die an Krebs erkrankt sind und infolge dessen durch eine Chemotherapie ihre Haare verloren haben, können mit einer solchen Therapie ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen. Es ist in jedem Fall zu empfehlen, sich im Vorfeld einen genauen Kostenvoranschlag für das gesamte Vorhaben erstellen zu lassen. Es lohnt sich ausserdem, zur Sicherheit trotzdem bei der Krankenkasse nachzufragen, ob die Kosten zumindest anteilig übernommen werden könnten. Die Kosten einer PRP-Behandlung in Kombination mit einer Haartransplantation liegen in der Türkei zwischen 1.600 CHF und 7.000 CHF abhängig von dem Patienten.

Worauf muss vor der Durchführung eines PR-Eingriffs ausserdem geachtet werden?

Spezielle Vorbereitungen sind für eine PRP-Sitzung in der Regel nicht erforderlich. Es ist allerdings eine wichtige Voraussetzung, dass der Patient mindestens drei bis vier Tage vor der Eigenbluttherapie – oder sogar zwei Wochen vorher – auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente verzichtet. Ibuprofen, Aspirin und ähnliche Schmerzmittel sind vor einem solchen Eingriff absolut tabu, denn diese hemmen die Aktivität der Thrombozyten. Es gibt allerdings Ausnahmefälle, in denen die Einnahme von Paracetamol erlaubt ist. Genaue Informationen erhält der Patient vor dem Eingriff direkt beim behandelnden Arzt, der einen über alle Einzelheiten aufklärt.

Wie findet man den richtigen Arzt für eine Therapie mit PRP?

Die Schweiz gilt nicht umsonst als eines der am weitesten entwickelten Länder, wenn es um die medizinische Versorgung geht: Hier arbeiten einige der besten Ärzte der Welt – Jahr für Jahre reisen Menschen aus aller Welt in die Schweiz, um sich in renommierten Kliniken behandeln zu lassen und um optimale Ergebnisse zu erhalten.

 Dennoch ist es bei einer geplanten Bluttherapie gegen Haarverlust oft nicht einfach, den richtigen Arzt oder die passende Klinik zu finden. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass der behandelnde Chirurg über entsprechende Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt. Weil es sich bei einer solchen Behandlung um eine Aufgabe handelt, die viel Sorgfalt und filigranes Arbeiten erfordert, sollte der Arzt entsprechende Routine mitbringen. Im Grunde handelt es sich bei einer solchen Therapie mit PRP um einen unkomplizierten Eingriffe ohne besondere Nebenwirkungen oder Risiken, trotzdem ist es wichtig, sich nicht an irgendeinen beliebigen Arzt zu wenden.

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Dr. med. Afshin Moheb

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  • cat-icon Arzt
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Sehr gutes Ergebnis nach 9 Monaten, ich bin sehr zufrieden mit der Anwuchrate und der natürlic...

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Häufig gestellte Fragen zu der PRP Behandlung bei einer Haartransplantation

Erfolgt die PRP Behandlung vor oder nach der Haartransplantation?

Die PRP-Behandlung erfolgt in der Regel vor der Haartransplantation, damit die Haarfollikel genug Nährstoffe aufnehmen kann. Nach der Haartransplantation brauchen die eingepflanzten Haare eine Ruhepause von 2 bis 6 Wochen.

Wie viel kostet eine PRP Behandlung gegen Haarausfall?

Eine PRP Haarwurzelbehandlung kann je nach Umfang und Dauer der Behandlung zwischen 500 und 1000 CHF pro Sitzung kosten. In der Türkei sind die Kosten geringer und werden zusammen mit einer Haartransplantation ab 1.800 CHF bis 6.000 CHF angeboten.

Wie viele PRP Behandlungen werden in der Regel benötigt?

In der Regel werden mindestens 4 Sitzungen empfohlen, um ein sichtbar gutes Ergebnis zu erzielen. Wer jedoch auf Nummer sichergehen möchte, kann auch 6 bis 8 Sitzungen nehmen. Letztendlich ist das Ergebnis von Patient zu Patient unterschiedlich und sollte vorher mit dem Experten besprochen werden.

Wie lange hält eine PRP Behandlung bei Haarausfall?

Nach der ersten Behandlungsdauer (4 bis 6 Sitzungen) sollte die Behandlung nach 6 Monaten wiederholt werden. Eine sichtbare Verbesserung ist in der Regel nach paar Monaten zu sehen und sollte mindestens 1 Jahr halten.